Der Kleine Bertl

Neues aus Entenhausen

Hilfe, auf unserem Balkon brütet eine Ente! Vom ersten Test-Ei bis zum Schlüpfen der Jungen: Wie ein Landsberger Ehepaar über die Jahre zu Expert:innen für die Entenbrutpflege wurde.

Was ist das für ein Lärm im Rhododendron! Ein Piepen und Quietschen. Ein Rascheln und Wuseln. Zehn kleine Entlein sind geschlüpft. Die Mutterente hat alle Hände, Moment mal: Flügel, voll zu tun, die aufgeregten Jungtiere vor möglichen Fressfeinden zu schützen. Vor allem sind da zwei Menschen, die ebenfalls ganz aufgeregt sind, was man daran merkt, dass die Handykamera ständig wackelt. 

Bereits seit sechs Jahren brütet jährlich eine Ente im Blumentopf auf dem Balkon von Iris und Arndt. Wer von der Brücke beim Bäckertor den Mühlbach Richtung Norden hinauf schaut, sieht die großen Fenster mit den über das Flüsschen ragenden Balkonen. Das letzte Balkon ist der von Iris und Arndt.

Bereits im Februar vor sechs Jahren beobachten die beiden wie ein Entenpaar, ein farbenprächtiger Erpel und seine Entendame, die Gegend am Mühlbach begutachten. Jedes Jahr aufs Neue entscheiden sich die Enten seitdem für den großen Blumentopf mit der kleinen, arg krummen Rhododendronpflanze. Das Weibchen legt im März ein Testei, am nächsten Tag noch eines und darauf ein weiteres. Wenn sich bis dahin kein Räuber gezeigt hat, beginnt der Nestbau. 

Der Erpel verschwindet, sein Beitrag ist getan. Die Ente gräbt ein lockeres Loch in die Blumenerde, zupft Blätter und Blüten von der Pflanze und legt dann täglich ein Ei. So sieben bis sechzehn Eier können es werden.
Das nennt man Gelege. 25 bis 28 Tage brütet die Mutterente und fliegt nur einmal am Tag für eine Stunde weg. Man will ja schließlich auch was essen.

Irgendwann, so erzählen die beiden Landsberger, wird „ihre“ Ente dann nervös. Ein untrügliches Zeichen: Bald ist es so weit. Ungefähr drei Tage vor dem Schlüpfen beginnen die Küken im Ei zu piepen. Dann bohrt sich Jedes mit dem Schnabelende ein Loch in die Kalkschale und strampelt sich unter Mühen heraus. So schlüpfen innerhalb von 24 Stunden alle Küken.

Enten sind sogenannte Nestflüchter, die Küken sind zwar winzig, aber bereits so weit entwickelt, dass sie nach sechs bis 12 Stunden das Nest verlassen und schwimmen können. Die Mutterente hüpft auf den Balkon und von dort weiter in den Mühlbach. Die Entlein folgen ihr unter wildem Gefiepe. Manchmal muss Arndt ein wenig nachhelfen und den Blumentopf kippen oder eine Rampe aus Blumenerde bauen. Doch dann ist es geschafft. Die Entenfamilie schwimmt vollzählig auf dem Wasser. Nach acht Wochen können die Jungenten fliegen. So lange bleiben alle als Familie, das nennt bei den Enten Schoof, zusammen.

Iris und Arndt versuchen nun ihre Topfpflanze wieder aufzupäppeln, damit die Enten auch im nächsten Jahr wieder einen perfekten Brutplatz vorfinden.

Ihr wollt sehen, wie die Entlein vom Balkon todesmutig in den reißenden Bach
hüpfen? Schaut Iris und Arndts goldiges Video:

Klickt auf die Entlein und los gehts!

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Hilfe, auf unserem Balkon brütet eine Ente! Vom ersten Test-Ei bis zum Schlüpfen der Jungen: Wie ein Landsberger Ehepaar über die Jahre zu Expert:innen für die Entenbrutpflege wurde.

Was ist das für ein Lärm im Rhododendron! Ein Piepen und Quietschen. Ein Rascheln und Wuseln. Zehn kleine Entlein sind geschlüpft. Die Mutterente hat alle Hände, Moment mal: Flügel, voll zu tun, die aufgeregten Jungtiere vor möglichen Fressfeinden zu schützen. Vor allem sind da zwei Menschen, die ebenfalls ganz aufgeregt sind, was man daran merkt, dass die Handykamera ständig wackelt. 

Bereits seit sechs Jahren brütet jährlich eine Ente im Blumentopf auf dem Balkon von Iris und Arndt. Wer von der Brücke beim Bäckertor den Mühlbach Richtung Norden hinauf schaut, sieht die großen Fenster mit den über das Flüsschen ragenden Balkonen. Das letzte Balkon ist der von Iris und Arndt.

Bereits im Februar vor sechs Jahren beobachten die beiden wie ein Entenpaar, ein farbenprächtiger Erpel und seine Entendame, die Gegend am Mühlbach begutachten. Jedes Jahr aufs Neue entscheiden sich die Enten seitdem für den großen Blumentopf mit der kleinen, arg krummen Rhododendronpflanze. Das Weibchen legt im März ein Testei, am nächsten Tag noch eines und darauf ein weiteres. Wenn sich bis dahin kein Räuber gezeigt hat, beginnt der Nestbau. 

Der Erpel verschwindet, sein Beitrag ist getan. Die Ente gräbt ein lockeres Loch in die Blumenerde, zupft Blätter und Blüten von der Pflanze und legt dann täglich ein Ei. So sieben bis sechzehn Eier können es werden.
Das nennt man Gelege. 25 bis 28 Tage brütet die Mutterente und fliegt nur einmal am Tag für eine Stunde weg. Man will ja schließlich auch was essen.

Irgendwann, so erzählen die beiden Landsberger, wird „ihre“ Ente dann nervös. Ein untrügliches Zeichen: Bald ist es so weit. Ungefähr drei Tage vor dem Schlüpfen beginnen die Küken im Ei zu piepen. Dann bohrt sich Jedes mit dem Schnabelende ein Loch in die Kalkschale und strampelt sich unter Mühen heraus. So schlüpfen innerhalb von 24 Stunden alle Küken.

Enten sind sogenannte Nestflüchter, die Küken sind zwar winzig, aber bereits so weit entwickelt, dass sie nach sechs bis 12 Stunden das Nest verlassen und schwimmen können. Die Mutterente hüpft auf den Balkon und von dort weiter in den Mühlbach. Die Entlein folgen ihr unter wildem Gefiepe. Manchmal muss Arndt ein wenig nachhelfen und den Blumentopf kippen oder eine Rampe aus Blumenerde bauen. Doch dann ist es geschafft. Die Entenfamilie schwimmt vollzählig auf dem Wasser. Nach acht Wochen können die Jungenten fliegen. So lange bleiben alle als Familie, das nennt bei den Enten Schoof, zusammen.

Iris und Arndt versuchen nun ihre Topfpflanze wieder aufzupäppeln, damit die Enten auch im nächsten Jahr wieder einen perfekten Brutplatz vorfinden.

Ihr wollt sehen, wie die Entlein vom Balkon todesmutig in den reißenden Bach
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