Garten | Blumen | Wiese

Sonnenäcker – pachten, pflanzen, ernten

Nur eine Mietwohnung mitten in der Stadt ohne Garten und Balkon?
Macht nichts, es gibt ja Sonnenäcker. Kleine Parzellen, die man für wenig Geld pachten und bepflanzen kann.

Am Anfang war das Samentütchen. Mit einem schönen Bild vorne drauf. Von der reifen Tomate. Der dicken Möhre. Oder dem frischen, glänzenden Salat. Keine geschmacksbefreite Discountermassenware mehr. Nein, eigenes Gemüse aus dem eigenen Garten, liebevoll gepflegt von der ganzen Familie. Na gut, ein paar Schnecken waren auch dabei. Trotzdem schmeckte die erste Ernte sensationell. Auch wenn sie nicht so schön aussah wie die genormte Gurke aus dem Supermarktregal.

Die Pflanz- und Gartensaison hat begonnen. Wer kann, freut sich, endlich draußen in der Frühlingsluft zu garteln. Und wer nicht kann? Wer keinen Garten hat? Nur eine Etagen-Mietwohnung? Für den gibt es seit einigen Jahren das Konzept der Sonnenäcker. Ein Stück fruchtbares Land, meist von der Kommune gestellt und von einem Verein betreut. Hier kann man nicht nur eigenes Gemüse ziehen, sondern auch Nachbarschaftskontakte pflegen. Leider gibt es – gerade im städtischen Bereich – immer noch viel zu wenige Sonnenäcker.

Die meisten Sonnenäcker werden von dem Erzeuger-/Verbrauchernetzwerk „Unser Land“ verwaltet. Von ihnen stammt auch der Begriff „Sonnenacker“, der allerdings rechtlich nicht geschützt ist und von vielen privaten Initiativen ebenfalls benutzt wird.

Auf dem umzäunten Sonnenacker im Landsberger Westen nahe der Birkenstraße warten noch einige wenige freie Beete auf Selbstversorger. In Alt-Kaufering gibt es ein sehr großes Areal, in Hechenwang, in Stoffen, Unterfinning und Dießen-Bierdorf gibt es ebenfalls Bioäcker, alle unter der Regie vom „Landsberger Land“. Bis auf das Landsberger Feld werden alle Äcker von Landwirten jede Saison neu vorbereitet und die Saison dauert von Mitte April bis Ende Oktober. Ansprechpartnerin ist die
Kauferingerin Isabel Aragon Schenk, die seit 2011 die Äcker für „Unser Land“ betreut.

In Reisch entstand im Frühjahr 2018 im Rahmen von „Landsberg 2035“ das Dorfentwicklungsprojekt, inoffiziell „Paradiesgarten“ genannt. Mit Unterstützung örtlicher Landwirte wurden die Parzellenflächen grob vorbereitet, ein Wasserfass angeschafft und eine Gerätehütte errichtet. Auf einer größeren Fläche wurde eine Wildblumenwiese angesät, auf der ein Bienenvolk reichlich Futter findet. Vier Jahre später pflegen viele Familien einen kunterbunten und ertragreichen Garten.

Auch das 2020 von der Stadt Landsberg neu gegründete Städtebauförderprogramm „Quartier leben“ im Landsberger Westen bemüht sich seit einiger Zeit, in der Schwaighofsiedlung Nähe Jahnstraße, einen
Sonnenacker zu initiieren. Solange das Projekt noch in der Planung steckt, werden in diesen Tagen immerhin am Pater-Rupert-Mayer-Platz und am St.-Ulrich-Platz, fünf beziehungsweise zwei Hochbeete für die Nachbarschaft eingerichtet.

Das blaue Band kann wieder durch die Lüfte flattern.

www.unserland.info/landsberger-land
www.quartierleben-landsberg.de

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Sonnenäcker – pachten, pflanzen, ernten

Nur eine Mietwohnung mitten in der Stadt ohne Garten und Balkon?
Macht nichts, es gibt ja Sonnenäcker. Kleine Parzellen, die man für wenig Geld pachten und bepflanzen kann.

Am Anfang war das Samentütchen. Mit einem schönen Bild vorne drauf. Von der reifen Tomate. Der dicken Möhre. Oder dem frischen, glänzenden Salat. Keine geschmacksbefreite Discountermassenware mehr. Nein, eigenes Gemüse aus dem eigenen Garten, liebevoll gepflegt von der ganzen Familie. Na gut, ein paar Schnecken waren auch dabei. Trotzdem schmeckte die erste Ernte sensationell. Auch wenn sie nicht so schön aussah wie die genormte Gurke aus dem Supermarktregal.

Die Pflanz- und Gartensaison hat begonnen. Wer kann, freut sich, endlich draußen in der Frühlingsluft zu garteln. Und wer nicht kann? Wer keinen Garten hat? Nur eine Etagen-Mietwohnung? Für den gibt es seit einigen Jahren das Konzept der Sonnenäcker. Ein Stück fruchtbares Land, meist von der Kommune gestellt und von einem Verein betreut. Hier kann man nicht nur eigenes Gemüse ziehen, sondern auch Nachbarschaftskontakte pflegen. Leider gibt es – gerade im städtischen Bereich – immer noch viel zu wenige Sonnenäcker.

Die meisten Sonnenäcker werden von dem Erzeuger-/Verbrauchernetzwerk „Unser Land“ verwaltet. Von ihnen stammt auch der Begriff „Sonnenacker“, der allerdings rechtlich nicht geschützt ist und von vielen privaten Initiativen ebenfalls benutzt wird.

Auf dem umzäunten Sonnenacker im Landsberger Westen nahe der Birkenstraße warten noch einige wenige freie Beete auf Selbstversorger. In Alt-Kaufering gibt es ein sehr großes Areal, in Hechenwang, in Stoffen, Unterfinning und Dießen-Bierdorf gibt es ebenfalls Bioäcker, alle unter der Regie vom „Landsberger Land“. Bis auf das Landsberger Feld werden alle Äcker von Landwirten jede Saison neu vorbereitet und die Saison dauert von Mitte April bis Ende Oktober. Ansprechpartnerin ist die
Kauferingerin Isabel Aragon Schenk, die seit 2011 die Äcker für „Unser Land“ betreut.

In Reisch entstand im Frühjahr 2018 im Rahmen von „Landsberg 2035“ das Dorfentwicklungsprojekt, inoffiziell „Paradiesgarten“ genannt. Mit Unterstützung örtlicher Landwirte wurden die Parzellenflächen grob vorbereitet, ein Wasserfass angeschafft und eine Gerätehütte errichtet. Auf einer größeren Fläche wurde eine Wildblumenwiese angesät, auf der ein Bienenvolk reichlich Futter findet. Vier Jahre später pflegen viele Familien einen kunterbunten und ertragreichen Garten.

Auch das 2020 von der Stadt Landsberg neu gegründete Städtebauförderprogramm „Quartier leben“ im Landsberger Westen bemüht sich seit einiger Zeit, in der Schwaighofsiedlung Nähe Jahnstraße, einen
Sonnenacker zu initiieren. Solange das Projekt noch in der Planung steckt, werden in diesen Tagen immerhin am Pater-Rupert-Mayer-Platz und am St.-Ulrich-Platz, fünf beziehungsweise zwei Hochbeete für die Nachbarschaft eingerichtet.

Das blaue Band kann wieder durch die Lüfte flattern.

www.unserland.info/landsberger-land
www.quartierleben-landsberg.de

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