Wasser | Wind | Wellen

Der Prinz of Wels

Seitdem er sechs Jahre alt ist, fährt Simon Rauch fünf bis sechs Mal pro Woche morgens und abends auf den See. Jetzt ist er 76, immer noch topfit und mit Herz und Seele Fischer.

Seit mindestens 1635 fischen die Rauchs aus Dießen berufsmäßig auf dem Ammersee. Sie sind eine der ältesten Fischerfamilien des Ammerseewestufers. Noch vor hundert Jahren – so schätzt Simon Rauch – gab es mehr als 100 Fischerfamilien am Ort, vor 20 Jahren lebten noch acht Familien vom Fischfang. Heute sind es nur noch zwei lokale Betriebe und mit Simon Rauch wird der letzte seiner Familie abends die Netze auslegen. Es rentiere sich einfach nicht: „Eine junge Familie kann davon nicht leben.“ Rauchs Tochter Petra ist zwar gelernte Fischerin, arbeitet jedoch halbtags zum Geldverdienen anderweitig. Der Enkel wollte auch Fischer werden, der Vater lehnte ab, zu unrentabel. Heute führt er eine Autowerkstatt.

Simon Rauch hat sich schon so manchen Zeitungsartikel und so manche Auszeichnung erfischt. Hier mit dem größten jemals im Ammersee gefangenen Waller, einem Prachtstück von 1,85 Meter und 44 Kilogramm. Geschätztes Alter des Fisches: 25 bis 30 Jahre. Für so einen Fisch braucht es ein extra stabiles Netz, das ein halbes Jahr ausliegt und täglich kontrolliert wird. Unter Freunden kursiert übrigens der inoffizielle Titel: Prinz of Wels.

„Jetzt fahrn mia die Beute heim.“ Sagt’s, schnappt sich das BMX-Rad seines Enkels und radelt in einem Tempo, das man ihm nicht zugetraut hätte, davon. Die Fische nimmt seine Tochter aus. Später wird geräuchert. Simon Rauch hat sich jetzt erst mal eine Brotzeit und etwas Ruhe verdient. Vielleicht wird er später noch schnitzen. Sein Garten mit den urigen Holzfiguren ist landkreisweit bekannt.

Wenn die Saison gut läuft, ist Simon Rauch bereits vor Morgengrauen unterwegs. „Der Kormoran hat uns alle hier im Griff“, sagt er, „wir müssen ihm zuvorkommen.“
Das letzte Mal lief es um die Jahrtausendwende richtig gut. Dieses Jahr gibt es kaum noch Fische im Ammersee, „da pressiert es nicht mit dem Rausfahren“. Fischarme Jahre gab es immer wieder, sagt Rauch, anscheinend ist einfach eine Generation Renken ausgefallen aus welchen Gründen auch immer.

1000 Meter Netz hat Simon Rauch an 20 verschiedenen Stellen im Ammersee ausgelegt. Jeder Fisch braucht seine eigene Maschenweite. Im Winter ist Schonzeit, da werden die Netze geflickt und präpariert.

Fischerei Simon Rauch
Adresse | Mühlstraße 40
86911 Dießen am Ammersee
Telefon | 08807 7940
www.fischerei-rauch.de

Wasser | Wind | Wellen

Der Prinz of Wels

Seitdem er sechs Jahre alt ist, fährt Simon Rauch fünf bis sechs Mal pro Woche morgens und abends auf den See. Jetzt ist er 76, immer noch topfit und mit Herz und Seele Fischer.

Seit mindestens 1635 fischen die Rauchs aus Dießen berufsmäßig auf dem Ammersee. Sie sind eine der ältesten Fischerfamilien des Ammerseewestufers. Noch vor hundert Jahren – so schätzt Simon Rauch – gab es mehr als 100 Fischerfamilien am Ort, vor 20 Jahren lebten noch acht Familien vom Fischfang. Heute sind es nur noch zwei lokale Betriebe und mit Simon Rauch wird der letzte seiner Familie abends die Netze auslegen. Es rentiere sich einfach nicht: „Eine junge Familie kann davon nicht leben.“ Rauchs Tochter Petra ist zwar gelernte Fischerin, arbeitet jedoch halbtags zum Geldverdienen anderweitig. Der Enkel wollte auch Fischer werden, der Vater lehnte ab, zu unrentabel. Heute führt er eine Autowerkstatt.

Simon Rauch hat sich schon so manchen Zeitungsartikel und so manche Auszeichnung erfischt. Hier mit dem größten jemals im Ammersee gefangenen Waller, einem Prachtstück von 1,85 Meter und 44 Kilogramm. Geschätztes Alter des Fisches: 25 bis 30 Jahre. Für so einen Fisch braucht es ein extra stabiles Netz, das ein halbes Jahr ausliegt und täglich kontrolliert wird. Unter Freunden kursiert übrigens der inoffizielle Titel: Prinz of Wels.

„Jetzt fahrn mia die Beute heim.“ Sagt’s, schnappt sich das BMX-Rad seines Enkels und radelt in einem Tempo, das man ihm nicht zugetraut hätte, davon. Die Fische nimmt seine Tochter aus. Später wird geräuchert. Simon Rauch hat sich jetzt erst mal eine Brotzeit und etwas Ruhe verdient. Vielleicht wird er später noch schnitzen. Sein Garten mit den urigen Holzfiguren ist landkreisweit bekannt.

Wenn die Saison gut läuft, ist Simon Rauch bereits vor Morgengrauen unterwegs. „Der Kormoran hat uns alle hier im Griff“, sagt er, „wir müssen ihm zuvorkommen.“
Das letzte Mal lief es um die Jahrtausendwende richtig gut. Dieses Jahr gibt es kaum noch Fische im Ammersee, „da pressiert es nicht mit dem Rausfahren“. Fischarme Jahre gab es immer wieder, sagt Rauch, anscheinend ist einfach eine Generation Renken ausgefallen aus welchen Gründen auch immer.

1000 Meter Netz hat Simon Rauch an 20 verschiedenen Stellen im Ammersee ausgelegt. Jeder Fisch braucht seine eigene Maschenweite. Im Winter ist Schonzeit, da werden die Netze geflickt und präpariert.

Fischerei Simon Rauch
Adresse | Mühlstraße 40
86911 Dießen am Ammersee
Telefon | 08807 7940
www.fischerei-rauch.de

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