Sport | Spiel | Spannung

Der ganz große Wurf

Bundesliga, Europameisterin, Kreuzbandriss:
Die 22-jährige Leonie Fiebich hat in ihrerjungen Karriere als Basketballerin schon einiges erlebt. Wie ihr Weg in Landsberg begann, wo sie gerade spielt und welche Ziele sie für die Zukunft hat.

Das Landsberger Sportzentrum vor genau 16 Jahren: Ein kleines Mädchen, gerade mal sechs Jahre alt, nimmt einen Basketball in die Hand. Sie dribbelt ein wenig und wirft das erste Mal einen Korb. Heute stehen der mittlerweile 22-jährigen Leonie Fiebich die Sporthallen der Welt offen: in Italien, Frankreich und bald vielleicht auch in den USA. Leonie Fiebich gelang der große Wurf: Sie ist professionelle Basketballspielerin. In Bertl berichtet sie von ihrer jungen und doch schon so erfolgreichen Karriere – und was sie bis heute mit unserem Landkreis verbindet.

Der orange Ball ist Leonie Fiebich quasi in die Wiege gelegt worden. „Ich komme aus einer typischen Basketballfamilie“, er-
zählt sie. Ihr Vater hat gespielt, mit ihren Brüdern und Cousins ist sie auf den Basketballfeldern Landsbergs groß geworden. Kein Wunder, dass sich die junge Fiebich der Mädchenmannschaft der DJK Landsberg anschließt. Sie erinnert sich gerne an diese Zeit: „Wir waren echt eine tolle Gruppe. Mit den Mädels hat es immer viel Spaß gemacht und wir waren auch noch ziemlich erfolgreich.“ Zu diesen Erfolgen trägt die Flügelspielerin Fiebich maßgeblich bei, die sich damit auf den Zettel größerer Vereine spielt.

„Mit 17, 18 wurde mir klar: Hey, dass kann echt was werden. Damit könnte ich für einen Zeitraum mein Geld verdienen“, erzählt die Landsbergerin. In dieser Zeit hat sie schwere Entscheidungen zu treffen. Da ist der
Wechsel nach München – zum großen Rivalen, der karrieretechnisch den nächsten Schritt bedeutet und der sich „rückblickend auf jeden Fall gelohnt hat“. Zum anderen ist da der Verzicht, den der Schritt in die Professionalität für sie bedeutet: „Meine Schulkameraden waren am Wochenende immer feiern. Bei mir hieß es: von der Schule zum Basketball, danach zur Physio und weiter zum Athletiktraining. Viel Freizeit bleibt da nicht.“

Der nächste Karriereschritt führt die damals 18-Jährige nach Wasserburg, in die 1. Damenbundesliga. Ein großer Sprung, wie sie erklärt: „Da spielen dann die Vollprofis, auch die aus dem Ausland.“ Dass sie sich für Wasserburg
entscheidet, ist kein Zufall: „Ich bin ein totaler Fami-
lienmensch. Deswegen war es mir super wichtig, nah an meiner Heimat Landsberg zu bleiben.“ Gleich in ihrer ersten Saison wird sie als bester Bundesliga-Neuling ausgezeichnet.

Das Talent der heimatverbundenen Fiebich ruft jetzt auch ausländische Teams auf den Plan. Im Sommer 2020 wird Fiebich von den Los Angeles Sparks „gedraftet“, ein Jahr später von Chicago Sky. Das bedeutet, dass sich die Teams aus den USA die Transferrechte an der jungen Landsbergerin sichern. „Das System ist ein wenig kompliziert. Im Grunde gehöre ich jetzt zu Chicago, spiele aber vorerst weiter in Europa.“ Und das seit August 2021 auch nicht mehr in Bayern, sondern in Frankreich bei Flammes Carolo Basket Ardennes. Gute sieben Autostunden liegt das von Landsberg entfernt.

Leonie Fiebich hat in ihrer jungen Karriere schon viel erlebt. Auch die weniger schönen Momente. In ihrer jungen Karriere erlitt sie bereits zwei Kreuzbandrisse und fiel jeweils knapp zehn Monate aus. Das Schlimmste daran? „Wenn dein Team spielt und man selbst nur von draußen zuschauen kann. Für mich war das super schwierig, ich wollte unbedingt mit meinen Mitspielerinnen auf dem Feld stehen.“ Denn: Leonie Fiebich liebt das Basketballspielen über alles.

Definitiv das Highlight ihrer Karriere: Mit der deutschen U18-Nationalmannschaft wird die Landsbergerin in Italien im Sommer 2018 überraschend Europa-
meisterin. „Das war wirklich besonders. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Nichts verän-dern, einfach noch mal durchleben.“ Den
Adler auf der Brust, die Nationalhymne vor den Spielen: Für Deutschlan zu spielen sei für sie etwas ganz Besonderes. Mittler-
weile ist sie raus aus dem Juniorinnenalter und Teil der Damennationalmannschaft. Die Ziele sind klar: „Wir wollen uns für die Welt- und Europameisterschaft qualifizieren. Ganz im Hinterkopf gibt es natürlich noch den Traum von Olympia.“ Da, so die 1,92 Meter große Fiebich, wolle doch schließlich jeder Sportler und jede Sportlerin mal hin. Für sie wäre es der nächste ganz große Wurf.

Sport | Spiel | Spannung

Der ganz große Wurf

Bundesliga, Europameisterin, Kreuzbandriss:
Die 22-jährige Leonie Fiebich hat in ihrerjungen Karriere als Basketballerin schon einiges erlebt. Wie ihr Weg in Landsberg begann, wo sie gerade spielt und welche Ziele sie für die Zukunft hat.

Das Landsberger Sportzentrum vor genau 16 Jahren: Ein kleines Mädchen, gerade mal sechs Jahre alt, nimmt einen Basketball in die Hand. Sie dribbelt ein wenig und wirft das erste Mal einen Korb. Heute stehen der mittlerweile 22-jährigen Leonie Fiebich die Sporthallen der Welt offen: in Italien, Frankreich und bald vielleicht auch in den USA. Leonie Fiebich gelang der große Wurf: Sie ist professionelle Basketballspielerin. In Bertl berichtet sie von ihrer jungen und doch schon so erfolgreichen Karriere – und was sie bis heute mit unserem Landkreis verbindet.

Der orange Ball ist Leonie Fiebich quasi in die Wiege gelegt worden. „Ich komme aus einer typischen Basketballfamilie“, er-
zählt sie. Ihr Vater hat gespielt, mit ihren Brüdern und Cousins ist sie auf den Basketballfeldern Landsbergs groß geworden. Kein Wunder, dass sich die junge Fiebich der Mädchenmannschaft der DJK Landsberg anschließt. Sie erinnert sich gerne an diese Zeit: „Wir waren echt eine tolle Gruppe. Mit den Mädels hat es immer viel Spaß gemacht und wir waren auch noch ziemlich erfolgreich.“ Zu diesen Erfolgen trägt die Flügelspielerin Fiebich maßgeblich bei, die sich damit auf den Zettel größerer Vereine spielt.

„Mit 17, 18 wurde mir klar: Hey, dass kann echt was werden. Damit könnte ich für einen Zeitraum mein Geld verdienen“, erzählt die Landsbergerin. In dieser Zeit hat sie schwere Entscheidungen zu treffen. Da ist der
Wechsel nach München – zum großen Rivalen, der karrieretechnisch den nächsten Schritt bedeutet und der sich „rückblickend auf jeden Fall gelohnt hat“. Zum anderen ist da der Verzicht, den der Schritt in die Professionalität für sie bedeutet: „Meine Schulkameraden waren am Wochenende immer feiern. Bei mir hieß es: von der Schule zum Basketball, danach zur Physio und weiter zum Athletiktraining. Viel Freizeit bleibt da nicht.“

Der nächste Karriereschritt führt die damals 18-Jährige nach Wasserburg, in die 1. Damenbundesliga. Ein großer Sprung, wie sie erklärt: „Da spielen dann die Vollprofis, auch die aus dem Ausland.“ Dass sie sich für Wasserburg
entscheidet, ist kein Zufall: „Ich bin ein totaler Fami-
lienmensch. Deswegen war es mir super wichtig, nah an meiner Heimat Landsberg zu bleiben.“ Gleich in ihrer ersten Saison wird sie als bester Bundesliga-Neuling ausgezeichnet.

Das Talent der heimatverbundenen Fiebich ruft jetzt auch ausländische Teams auf den Plan. Im Sommer 2020 wird Fiebich von den Los Angeles Sparks „gedraftet“, ein Jahr später von Chicago Sky. Das bedeutet, dass sich die Teams aus den USA die Transferrechte an der jungen Landsbergerin sichern. „Das System ist ein wenig kompliziert. Im Grunde gehöre ich jetzt zu Chicago, spiele aber vorerst weiter in Europa.“ Und das seit August 2021 auch nicht mehr in Bayern, sondern in Frankreich bei Flammes Carolo Basket Ardennes. Gute sieben Autostunden liegt das von Landsberg entfernt.

Leonie Fiebich hat in ihrer jungen Karriere schon viel erlebt. Auch die weniger schönen Momente. In ihrer jungen Karriere erlitt sie bereits zwei Kreuzbandrisse und fiel jeweils knapp zehn Monate aus. Das Schlimmste daran? „Wenn dein Team spielt und man selbst nur von draußen zuschauen kann. Für mich war das super schwierig, ich wollte unbedingt mit meinen Mitspielerinnen auf dem Feld stehen.“ Denn: Leonie Fiebich liebt das Basketballspielen über alles.

Definitiv das Highlight ihrer Karriere: Mit der deutschen U18-Nationalmannschaft wird die Landsbergerin in Italien im Sommer 2018 überraschend Europa-
meisterin. „Das war wirklich besonders. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Nichts verän-dern, einfach noch mal durchleben.“ Den
Adler auf der Brust, die Nationalhymne vor den Spielen: Für Deutschlan zu spielen sei für sie etwas ganz Besonderes. Mittler-
weile ist sie raus aus dem Juniorinnenalter und Teil der Damennationalmannschaft. Die Ziele sind klar: „Wir wollen uns für die Welt- und Europameisterschaft qualifizieren. Ganz im Hinterkopf gibt es natürlich noch den Traum von Olympia.“ Da, so die 1,92 Meter große Fiebich, wolle doch schließlich jeder Sportler und jede Sportlerin mal hin. Für sie wäre es der nächste ganz große Wurf.

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